Online: Georg Greflinger (um 1620 - 1677) und der Dreißigjährige Krieg
Titelkupfer (Detail) - Bayerische Staatsbibliothek München (Signatur: Res/P.o.germ. 519 l)
Für die Menschen des 17. Jahrhunderts bedeutete der Dreißigjährige Krieg einen Einschnitt, der alles in Frage stellte. Zwischen 1618 und 1648 verwüstete er weite Teile Mitteleuropas und erschütterte die religiöse wie politische Ordnung des Alten Reiches in ihren Grundfesten.
Inmitten dieser Katastrophe wuchs eine Generation heran, der der Krieg als Dauerzustand vertraut war. Zu ihr gehörte Georg Greflinger, der um 1620 in Neunburg vorm Wald geboren wurde und, durch die Kriegswirren früh entwurzelt, ein unstetes Wanderleben führte ehe er schließlich in Hamburg sesshaft wurde.
Unter seinem Dichternamen „Celadon von der Donau“ legte er 1657 das Epos „Der Deutschen Dreyßig-Jähriger Krieg“ vor, die erste poetische Darstellung des gesamten Krieges aus der Feder eines Zeitgenossen.
Unterstützt durch den Historischen Verein für die Oberpfalz und Regensburg, Regionalgruppe Schwandorf.