Die Oberpfalz als Notstandsgebiet im Fokus von Politik, Verwaltung und Wissenschaft (1919–1939)
Dass die Oberpfalz im Notstandsdiskurs der Weimarer Republik und der NS-Zeit eine eigene Rolle spielte, wurde in der Forschung zur Geschichte der Bayerischen Ostmark bisher nur nachrangig untersucht. Dabei versuchten zeitgenössische Akteure aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft seit den 1920er Jahren die Oberpfalz mit einer eigenen regionalen Identität im Kampf um die Aufmerksamkeit für vermeintlich strukturschwache Regionen zu positionieren.
Im Vortrag wird gezeigt, wie die Entwicklungen in der Region in die größeren politischen Zusammenhänge des Weimarer Krisendiskurses und der spezifischen nationalsozialistischen Notstandsrhetorik eingeordnet werden können und welche Elemente in der Oberpfälzer Landschaft noch heute an diese Zeit erinnern.
In Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein für die Oberpfalz und Regensburg