ADT - Atlas der historischen deutschen Mundarten in Tschechien


Das Gebiet der heutigen Tschechischen Republik stellte bis 1945 einen Raum intensiver sprachlicher Kontakte zwischen dem Deutschen und dem Tschechischen dar.

Eine detaillierte Bestandsaufnahme und Beschreibung der deutschen Mundarten in den böhmischen Ländern kam jedoch nie zustande. Was vielen in den Jahren zwischen 1945 und 1989 aufgrund der politischen Situation unmöglich schien, ist nach der großen politischen Wende in Europa wieder in den Bereich des Möglichen gerückt, und auch die verbliebene deutschsprachige Bevölkerung in der Tschechischen Republik ist zahlenmäßig groß genug, um eine große sprachwissenschaftliche Erforschung zu rechtfertigen.

 
Forschungsziel

Vorrangiges Ziel ist es, die deutschen Mundarten Tschechiens, wie sie mit ihren letzten Sprechern jetzt noch greifbar sind, zu dokumentieren und zu beschreiben. Innerhalb der nächsten Jahre ist mit dem endgültigen Erlöschen des Deutschen in der Tschechischen Republik zu rechnen. Die Sprache der verbliebenen deutschen Muttersprachler ist auf weiten Strecken konservativ bis archaisch, meist stehen geblieben auf dem Stand von 1945.

Für die Sprachwissenschaft, d. h. insbesondere die deutsche Mundartforschung ist die Erforschung der angrenzenden deutschen Dialekte, die gleichsam zeitversetzt ältere Zustände der eigenen Mundarten repräsentieren, von großer Wichtigkeit für die Erforschung auch dieser eigenen Mundarten.


Die Vorstellung des Gesamtprojekts in Regensburg ist nun für 2021 geplant. Weitere Informationen auf der Homepage www.vhs-schwandorf-land.de.







Dr. Monika Wese, Projektmitarbeiterin im Atlas der historischen deutschen Mundarten in der Tschechi­schen Republik
B-1322-OVI

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